Stich von Dürnstein

Wachau
Weltkulturerbe

Das markante Erscheinungsbild der Burgstadt Dürnstein im Weltkulturerbe Wachau beeindruckt seit dem frühen Mittelalter nicht nur Könige und Fürsten, sondern auch das einfache Volk.

Ruine Dürnstein © Niederösterreich-Werbung GmbH / Robert Herbst

Die Geschichte von Dürnstein

Mit seinen malerischen Gassen, der imposanten Ruine der Burg Dürnstein und der einzigartigen Lage an der Donau ist Dürnstein ein wahrhaft faszinierendes Reiseziel. Die Geschichte und die Schönheit dieser Stadt ziehen Besucher aus aller Welt an und lassen sie in vergangene Zeiten eintauchen.

Zeugnisse des mittelalterlichen Lebens sind die Burg hoch über der Donau, die Stadt mit Ihren Klosteranlagen, aber auch die durch unwegsames Gelände führende Befestigungsanlage. Die Barockisierung des Augustiner Chorherrenstiftes unter dem Bauherrn Propst Hieronymus Übelbacher und andere neuzeitliche Baumaßnahmen veränderten massiv das Erscheinungsbild der bedeutendsten Stadt der Kuenringer. Zudem beeinflussten diese in weiterer Folge auch die Geschichte des Hotels Richard Löwenherz.

Hotel Richard Löwenherz Klostergarten

700 Jahre Geschichte

Einst ein Klarissinnenkloster, wurde dieses zunächst im Jahre 1880 als Gasthof geführt, bevor es 1938 als Hotel adaptiert wurde.

Klostergarten

Klostergarten

Urlaub in
historischem Ambiente

Hotel Richard Löwenherz

Die Geschichte unseres Hauses

Vom Kloster zum Hotel-Restaurant Richard Löwenherz

Im Jahre 1289 stiftete der mächtige Leuthold I. von Kuenring das Haus Hager und den Hof Schenking im Südosten Dürnsteins für das von ihm gegründete Klarissinnenkloster. Leuthold bezeichnete sein geliebtes Kloster und die Wachau als „nobilis districtus“. Um 1340 war wohl die hochgotische zweischiffige Kirche fertiggestellt, in der Minoriten aus Stein den frommen Frauen die Sakramente reichten. Schenkungen des Landesfürsten, der Kuenringer und der Angehörigen der Nonnen ließen die Stiftung rasch erstarken. Doch Reformation und Kriegsabgaben wirkten sich so ungünstig aus, dass sich das Kloster um 1570 auflöste.

Der Besitz kam an das im Zentrum des kleinen Städtchens gelegene Augustiner-Chorherrenstift, das in Propst Hieronymus Übelbacher (1710–1740) seinen großen Erneuerer fand. Er wollte sein Gotteshaus ganz im Sinne des neuen Stils umbauen und opferte hierfür manch wertvolles Altes. Der große Keller vor dem Kremser Tor wurde ausgebaut, die Klarissinnenkirche ihres sakralen Schmuckes beraubt, der Dachreiter und das hohe Kirchendach abgetragen und die gotischen Fenster zugemauert. So wurde aus der zweischiffigen gotischen Anlage ein Getreidespeicher.

Durch den Handel mit Wein und Getreide finanzierte Propst Übelbacher den Neu- und Umbau seines Klosters. Auch der Kreuzgang der Klarissinnen wurde abgebrochen und die Klosterräume Wirtschaftszwecken zugeführt. 1798 erfolgte die Aufhebung des Chorherrenstiftes und die Übertragung der Gebäude an das Stift Herzogenburg. 1820 kam der Besitz des ehemaligen Klarissinnenklosters schließlich in Privathände.

Seit dem Fin de Siècle prägt die Familie Thiery mit ihren französisch-hugenottischen Wurzeln die Geschichte des Hauses. Was in der Belle Époque Anfang der 1880er Jahre unter anderem als Treffpunkt für Künstler und Gäste begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem Gasthof und später zu einem Hotel von weit über die Region hinaus bekanntem Ruf. Seit 1890 trägt das ehemalige Klarissinnenkloster den Namen „Richard Löwenherz“ – in Erinnerung an den englischen König, der von 1192 bis 1193 in Dürnstein gefangen gehalten wurde.

Das historische Ensemble erstreckt sich entlang der jahrhundertealten Stadtmauer von Dürnstein und verbindet bis heute die Architektur des Hochmittelalters mit gelebter Gastfreundschaft. Aus dem einstigen Schifferwirtshaus entstand Schritt für Schritt das heutige Hotel-Restaurant Richard Löwenherz, das mittlerweile in vierter Generation von der Familie Thiery geführt wird und in dem auch die fünfte Generation bereits die Zukunft des Hauses mitgestaltet.

Ende der 1930er Jahre kam das westlich gelegene, ehemals Starhembergsche Schloss hinzu. Dieses wurde zunächst als Filiale des Stammhauses geführt und über viele Jahre hinweg weiterentwickelt. Seit 1970 wird das Schloss Dürnstein als eigenständiger Betrieb geführt. Gemeinsam erzählen Stammhaus und Schloss bis heute von der langen Geschichte der Familie Thiery in Dürnstein.

Auch im Zentrum der kleinen Stadt setzt sich diese Verbundenheit mit Geschichte und Gastlichkeit fort: Unter dem Namen Aliénor d’Aquitaine werden dort romantische Ferienwohnungen betrieben.

Nur noch wenige Jahre trennen die Familie Thiery vom 150-jährigen Jubiläum ihrer Gastgebertradition im ehemaligen Klarissinnenkloster. Bis heute steht das Hotel-Restaurant Richard Löwenherz für persönliche Gastfreundschaft, gelebte Tradition und die besondere Verbindung von historischer Architektur, Kultur und zeitgemäßem Komfort – mitten im UNESCO-Welterbe Wachau.