Wachau
Weltkulturerbe
Das markante Erscheinungsbild der Burgstadt Dürnstein im Weltkulturerbe Wachau beeindruckt seit dem frühen Mittelalter nicht nur Könige und Fürsten, sondern auch das einfache Volk.
Die Geschichte von Dürnstein
Mit seinen malerischen Gassen, der imposanten Ruine der Burg Dürnstein und der einzigartigen Lage an der Donau ist Dürnstein ein wahrhaft faszinierendes Reiseziel. Die Geschichte und die Schönheit dieser Stadt ziehen Besucher aus aller Welt an und lassen sie in vergangene Zeiten eintauchen.
Zeugnisse des mittelalterlichen Lebens sind die Burg hoch über der Donau, die Stadt mit Ihren Klosteranlagen, aber auch die durch unwegsames Gelände führende Befestigungsanlage. Die Barockisierung des Augustiner Chorherrenstiftes unter dem Bauherrn Propst Hieronymus Übelbacher und andere neuzeitliche Baumaßnahmen veränderten massiv das Erscheinungsbild der bedeutendsten Stadt der Kuenringer. Zudem beeinflussten diese in weiterer Folge auch die Geschichte des Hotels Richard Löwenherz.
700 Jahre Geschichte
Einst ein Klarissinnenkloster, wurde dieses zunächst im Jahre 1880 als Gasthof geführt, bevor es 1938 als Hotel adaptiert wurde.
Die Geschichte unseres Hauses
Im Jahre 1289 stiftete der mächtige Leuthold I. von Kuenring das Haus Hager und den Hof Schenking im Südosten Dürnsteins für das von ihm gegründete Klarissinnenkloster. 1340 war wohl die hochgotische zweischiffige Kirche fertiggestellt, in der Minoriten aus Stein den frommen Frauen die Sakramente reichten. Schenkungen des Landesfürsten, der Kuenringer und der Angehörigen der Nonnen ließen die Stiftung rasch erstarken. Doch Reformation und Kriegsabgaben wirkten sich so ungünstig aus, dass sich das Kloster um 1570 auflöste.
Der Besitz kam an das im Zentrum des kleinen Städtchens gelegene Augustiner-Chorherrenstift, das in Propst Hieronymus Übelbacher (1710–1740) seinen genialen Erneuerer fand. Er wollte sein Gotteshaus ganz im Sinne des neuen Stiles umbauen und opferte hierfür manch wertvolles Altes. Der große Keller vor dem Kremser Tor wurde ausgebaut, die Klarissinnenkirche ihres sakralen Schmuckes beraubt, der Dachreiter und das hohe Kirchendach abgetragen und die gotischen Fenster zugemauert. So wurde aus der zweischiffigen gotischen Anlage ein Getreidespeicher.
Durch den Handel mit Wein und Getreide finanzierte Propst Übelbacher den Neu- und Umbau seines Klosters. Auch der Kreuzgang der Klarissinnen wurde abgebrochen und die Klosterräume Wirtschaftszwecken zugeführt. 1798 erfolgte die Aufhebung des Chorherrenstiftes und die Übertragung der Gebäude an das Stift Herzogenburg. 1820 kam der Besitz des ehemaligen Klarissinnenklosters schließlich in Privathände.
Seit 1880 schaltet und waltet in den weiten Räumen dieses Hauses die Familie Thiery, die aus dem einstigen Schifferwirtshaus einen Gasthof von europäischem Ruf gestaltete, der nach dem ehemaligen englischen König Richard Löwenherz benannt ist, welcher von 1192 bis 1193 in Dürnstein gefangen saß. 1938 kam zu dem Stammhaus das im Westen gelegene, ehemals Starhembergsche Schloss dazu, das – ebenso wie die Räume des alten Hauses – modernen Anforderungen genügt und herrliche Aussicht mit erholsamer Ruhe verbindet.
Das Hotel Restaurant „Richard Löwenherz“, früher bekannt als „Gasthof zum Richard Löwenherz“, wird heute bereits in der vierten Generation von der Familie Thiery geführt – und bald beginnt auch die fünfte Generation, die Geschichte des Hauses weiterzuschreiben. Nur noch wenige Jahre trennen die Familie vom 150-jährigen Jubiläum ihrer Gastgebertradition.
Das heutige Schloss-Hotel wurde zunächst als Filiale des Stammhauses geführt. Die Familie Thiery baute den Betrieb über viele Jahre hinweg auf und entwickelte ihn kontinuierlich weiter. Ende der 1960er Jahre wurde das Schloss schließlich als eigenständiger Betrieb geführt und bildet seither gemeinsam mit dem historischen Stammhaus ein einzigartiges Ensemble aus Geschichte, Gastfreundschaft und Kultur.
Bis heute steht das Haus für gelebte Tradition, persönliche Gastfreundschaft und die Verbindung von historischer Architektur mit zeitgemäßem Komfort – mitten im UNESCO-Welterbe Wachau.