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Die Geschichte von Dürnstein

Das Weltkulturerbe Wachau

Das markante Erscheinungsbild der Burgstadt Dürnstein im Weltkulturerbe Wachau beeindruckt seit dem frühen Mittelalter nicht nur Könige und Fürsten, sondern auch das einfache Volk.

Zeugnisse des mittelalterlichen Lebens sind die Burg hoch über der Donau, die Stadt mit Ihren Klosteranlagen, aber auch die durch unwegsames Gelände führende Befestigungsanlage. Die Barockisierung des Augustiner Chorherrenstiftes unter dem Bauherrn Propst Hieronymus Übelbacher und andere neuzeitliche Baumaßnahmen veränderten massiv das Erscheinungsbild der bedeutendsten Stadt der Kuenringer.

Zudem beeinflussten diese in weiterer Folge auch die Geschichte des Hotels Richard Löwenherz. Eine multimediale Rekonstruktion der mittelalterlichen Stadt "Burg – Stadt – Kloster" ist im Hotel als Buch und CD erhältlich. Sie macht ebenfalls deutlich, warum Dürnstein Teil des Weltkulturerbes Wachau ist.

Dürnstein in der Wachau

Die Geschichte unseres Hauses

Im Jahre 1289 stiftete der mächtige Leuthold I. von Kuenring das Haus Hager und den Hof Schenking, im Südosten Dürnsteins gelegen, dem von ihm gegründeten Klarissinnenkloster. 1340 war wohl die hochgotische zweischiffige Kirche fertiggestellt, in der Minoriten aus Stein den frommen Frauen die Sakramente reichten. Schenkungen des Landfürsten, der Kuenringer und der Angehörigen der Nonnen ließen die Stiftung rasch erstarken, doch wirkten sich Reformation und Kriegsabgaben so ungünstig aus, dass sich das Kloster um 1570 auflöste.

Der Besitz kam an das im Zentrum des kleinen Städtchens gelegenen Augustiner-Chorherrenstift, das in Propst Hieronymus Übelbacher (1710-1740) seinen genialen Erneuerer fand. Er wollte sein Gotteshaus ganz im Sinne des neuen Stiles umbauen und opferte hierfür manch gutes Altes. Der große Keller vor dem Kremser Tor wurde ausgebaut, die Klarissinnenkirche des sakralen Schmuckes benommen, der Dachreiter und das hohe Kirchendach abgetragen und die gotischen Fenster zugemauert. So wurde aus der zweischiffigen gotischen Anlage ein Getreidespeicher. Durch den Handel mit Wein und Getreide finanzierte Propst Übelbacher den Neu- und Umbau seines Klosters. Auch der Kreuzgang der Klarissinnen wurde abgebrochen und die Klosterräume Wirtschaftszwecken zugeführt. 1798 erfolgte die Aufhebung des Chorherrenstiftes und die Übertragung der Gebäude an das Stift Herzogenburg. 1820 aber kam der Besitz des Klarissinnenklosters in Privathände.

Seit 1880 schaltet und waltet in den weiten Räumen dieses Hauses die Familie Thiery, die aus dem einstigen Schifferwirtshaus einen Gasthof von europäischem Ruf gestaltete, der nach dem ehemaligen englischen König Richard Löwenherz benannt ist, welcher von 1192 bis 1193 in Dürnstein gefangen saß. 1938 kam zu dem Stammhaus das im Westen gelegene ehemals Starhembergsche Schloss dazu, das, wie auch die Räume des alten Hauses, modernsten Anforderungen genügt und herrliche Aussicht mit erholsamer Ruhe verbindet.

Dürnstein

König Richard Löwenherz

Richard Löwenherz - 3. Kreuzzug: Am 11. Juli 1192 wurde Akkon von den Kreuzfahrern des 3. Kreuzzuges eingenommen. Mit dabei war damals auch das Heer des Babenberger Herzogs Leopold V., das bereits zwei Jahre zuvor ins Heilige Land aufgebrochen war und durch die lange Reise und vor allem durch eine Seuche im Lager stark strapaziert war.

Zum anderen waren hier auch die unversehrten Truppen des englischen Königs Richards I. und die Männer des französischen Königs Philipp II. August. Von diesem Zeitpunkt an ranken sich die Legenden um ein weltgeschichtliches Ereignis, das hier vor Akkon seinen Ausgang nahm und mit einer spektakulären Lösegelderpressung endete. Sicher schwer übel genommen wurde König Richard Löwenherz, dass er nur das französische Heer mit den Beutestücken und an sich genommenen Schätzen beteiligen wollte, nicht aber die schon monatelang vor Akkon ausharrenden deutschen, kaisertreuen Truppen. Der Babenberger Herzog trat noch im Jahr 1191 die Heimreise an. Bei seiner Rückreise im Herbst 1192 erlitt König Richard Löwenherz Schiffbruch und musste auf dem Landweg durch das Gebiet der ihm feindlich gesinnten Grafen von Görz und der Babenberger. Im Dezember 1192 wurde er trotz seiner Verkleidung als Pilger in Erdberg bei Wien von den Gefolgsleuten des Babenberger Herzogs erkannt und von dessem treuen Ministerialen Hadmar von Kuenring auf die Burg Dürnstein gebracht. Im Jänner 1193 reiste Leopold V. mit seinem Gefangenen zum Hoftag Kaiser Heinrichs VI. nach Regensburg. Da er sich aber mit dem Kaiser über die Entschädigung nicht einigen konnte, nahm er den englischen König wieder mit nach Dürnstein. Mitte Februar 1193 kam ein bemerkenswerter Vertrag in Würzburg zustande, der die Bedingungen der Übergabe des englischen Königs an den Kaiser regelte.

Zu Ostern 1193 wurde Richard I. Löwenherz von Dürnstein nach Speyer gebracht und dann in der Festung Trifels von Kaiser Heinrich VI. gefangen gehalten. Die Freilassung erfolgte endlich am 4. Februar 1194 in Mainz. Das Lösegeld für die Freilassung König Richards I. stellt eine der größten Geldtransaktionen des Mittelalters dar (150.000 Mark Silber Kölner Gewichts - 35.000 kg), deren Aufbringung selbst England und seinen festländischen Besitzungen sehr schwer fiel.

Eine Sage

Eine andere, ebenso beliebte Sage berichtet, wie sich England um seinen vermissten König sorgte und der Sänger Blondel auszog, um ihn zu finden. Er wanderte von Burg zu Burg, stimmte überall die erste Strophe eines Liedes an, das er und Richard Löwenherz einst gemeinsam gesungen hatten - und hörte endlich unter den Mauern von Dürnstein aus dem Verließ die Stimme seines Herrn, der die zweite Strophe sang.

Eine rührende Geschichte, die zwar nicht wahr, aber gut erfunden ist. Denn natürlich blieb den Engländern keineswegs unbekannt, dass Richard gefangengenommen worden war, und auch sein Aufenthaltsort blieb nicht lange geheim. Dazu gab es auch keinerlei Grund: Eine gewaltsame Befreiung aus der heutigen Ruine Dürnstein - oder später aus Trifels - war so gut wie unmöglich und ist auch nicht versucht worden. Zur Verhandlung um das Lösegeld aber musste mit England ohnehin rasch Verbindung aufgenommen werden. Aber die ritterliche Gestalt des „Coeur de Lion“ in der Zeit des Minnesangs und der fahrenden Sänger schrie förmlich nach einer romantischen Sage, in der es um mehr als bloß um Macht und Geld geht. Richard Löwenherz selbst hat in seiner Gefangenschaft ein Gedicht verfasst, das so beginnt: „Schwach ist die Stimme und stockend sind die Worte, mit denen ein Gefangener seine schwere Not bejammert, …“

Die Troubadoure nicht nur am englischen Hof bemächtigten sich der Geschichte des tapferen Königs, dem so übel mitgespielt worden war. Und es gibt sogar eine historische Figur, die Vorbild für den Sänger Blondel gewesen sein könnte: den Ritter Jean de Nesles aus Artois, seines langen blonden Haares wegen berühmt.

Liebliche Gartendekoration

Gästemeinungen

"[...] Die Zimmer sind elegant und stilvoll eingerichtet und fügen sich harmonisch in das historische Ambiente. Ob man das Hotel als Ausgangspunkt für verschiedene Aktivitäten nutzt, oder ob man am hoteleigenen Pool relaxt, bleibt dem geneigten Gast vorbehalten. Der Service reicht übrigens bis in den Garten, wo gerne Getränke bis zur Liege serviert werden. [...]"

gvolfing • Tripadvisor